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INFO-Paket
EnEV |
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Aspekte: EnEV, Kommentar, Praxis,
Verkauf, Altbau,
Wohnhaus, Immobilie, Preis, Kosten, Anlagentechnik, Heizung, Heizkessel,
Einbaudatum, Nachrüstpflichten, Nachweis, Verkauf, Senkung,
Immobilienpreis
Problem + Praxis: Ein Bauherr hat 1990 ein Haus gekauft, welches
er jetzt wieder verkaufen möchte. Der Heizkessel, dessen Werte nach
seinen Aussagen sehr gut sind, wurde 1978 hergestellt. Die Erben der
Vorbesitzerin vermuten, dass der Heizkessel jedoch erst 1979 oder
1980 eingebaut wurde. Es liegen keine Unterlagen über den Einbau des
Kessels vor. Man kann daher keinen Nachweis führen über Einbauten,
die vor dem Kauf des Hauses 1990 lagen. Der Hersteller des Kessels
riet dem Hausbesitzer, sich den Heizkessel-Einbau von den Erben
bestätigen zu lassen. Der Schornsteinfeger meinte jedoch, wenn man
kein Einbaudatum wüsste, könne man das Herstellungsjahr des
Heizkessels als Basis annehmen Die Installationsfirma sei jedoch der
Meinung, dass Kessel in der Praxis häufig erst Monate bis ein Jahr
nach ihrer Herstellung tatsächlich eingebaut werden.
Frage: Was kann der Hausbesitzer unternehmen, um nicht noch einen Kessel
einzubauen? Er müsste andernfalls des Verkaufspreis des Hauses um
mehrere tausend Euro senken.
ANTWORT:
(08.05.2007)
Grundsätzlich sollte ein Kessel, der fast 30 Jahre alt ist und auch
kein NT-Kessel ist, dringend ausgetauscht werden, da er auf Grund
der großen Betriebsbereitschaftsverluste einen sehr schlechten
Jahresnutzungsgrad haben dürfte. Dass der Kessel die vom
Schornsteinfeger gemessenen Abgaswerte einhält, sagt nichts über den
Jahresnutzungsgrad und damit die Energieeffizienz des Kessels aus.
Der Jahresnutzungsgrad vergleichbarer Kessel liegt nur bei ca. 70
Prozent. Es besteht aus Energieeffizienzgründen ein dringender
Sanierungsbedarf. Daher ist die Existenz des vom Fragestellers
beschrieben Kessels bereits an sich wertmindernd für das Gebäude,
unabhängig davon, ob der Kessel eventuell aus rechtlichen Gründen
noch betrieben werden darf.
|EnEV 2004, § 9 Nachrüstung bei Anlagen und Gebäuden
Autor: Michael Brieden-Segler, e+u energiebüro,
Bielfeld

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