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INFO-Paket
EnEV |
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Aspekte: EnEV, Kommentar, Praxis,
Neubau, Wohnungsbau, Anlagentechnik, Heizung, EnEV-Berechnungen,
Beratung, voraussichtlicher Heizenergieverbrauch
Problem: Bauherren interessiert der voraussichtliche
Heizenergieverbrauch. Bereits in der Planungsphase fragen sie nach,
wie viel Heizöl, bzw. Gas man im geplanten Neubau verbrauchen wird.
Bei dieser Frage ist dem Architekten / Energieberater bewusst, dass
ein entsprechender Wert lediglich einen groben Anhaltspunkt
darstellen kann. Der reale Heizenergieverbrauch wird von den
individuellen klimatischen Verhältnissen, Windverhältnissen,
Verschattung, Heiz-, Lüftungs- und Lebensgewohnheiten der Bewohner
abhängen. Auch sollte man als Fachmann und Berater eine derartige
Aussage auch aus Haftungsgründen nie verbindlich äußern.
Praxis: Der Fragesteller ist Architekt und
Energieberater. Seine Auftraggeber, bzw. Bauherrn fragen immer
häufiger nach wie hoch der voraussichtliche Öl- oder Gasverbrauch
pro Jahr für einen geplanten Neubau sein wird. Wenn er den
Jahresbedarf für Heizung und Trinkwassererwärmung ohne Hilfsenergie
Strom aus dem Ergebnisreport des EnEV-Nachweises addiert und ihn
anschließend durch den Primärenergiefaktor 1,1 für Öl/Gas dividiert
erhält er als Berechnungsergebnis den „theoretischen“
Heizenergiebedarf in Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a).
Frage: Wie kann man vom berechneten Heizenergiebedarf den
voraussichtlichen Öl-/Gasverbrauch des Hauses pro Jahr abschätzen?
ANTWORT: Die
Energiebilanzierung nach dem Rechenverfahren der
Energieeinsparverordnung (EnEV) stellt keine Gebäudesimulation
dar, sondern ein standardisiertes Rechenverfahren im Rahmen
eines öffentlich-rechtlichen Nachweises.
Dies bedeutet, dass zahlreiche Vereinfachungen im
Rechenverfahren enthalten sind, um den Berechnungsaufwand in
Grenzen zu halten. Zudem ist das Berechnungsverfahren auf ein
durchschnittliches Nutzerverhalten, eine durchschnittliche
Bewohnerdichte pro Quadratmeter (m²) Nutzfläche sowie ein
durchschnittliches Klima normiert.
Von daher wird der errechnete, theoretische Endenergiebedarf
grundsätzlich vom zukünftigen realen Endenergieverbrauch
abweichen; eine Übereinstimmung wäre Zufall.
Trotzdem kann für eine Grobeinschätzung des zu erwartenden
Endenergieverbrauchs der errechnete EnEV-Wert des
Endenergiebedarfs verwandt werden. Hierfür sind so viele
Normierungen wie möglich auf den konkreten Standort bzw. die
zukünftigen Bewohner umzurechnen. Insbesondere die Anpassung an
den klimatischen Standort spielt eine große Rolle.
Zahlreiche Berechnungsprogramme haben diese Möglichkeit im
Rechentool integriert.
Autor: Michael Brieden-Segler, Geschäftsführer e&u
energiebüro gmbh, Bielefeld
Abschätzung
voraussichtlicher Heizöl- und Gasverbrauch bei
Neubau
(Stand: 26.06.2006, pdf-Format, 3
Seiten)

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