EnEV-online: Energieeinsparverordnung EnEV, Energiepass und Energieausweis

. EnEV 2004
Altbau-Sanierung
EnEV 2004 in der Praxis:

Abschätzung voraussichtlicher Heizöl- und Gasverbrauch pro Jahr bei geplantem Neubau
.

   HOME+AKTUELL
   EnEV 2007 Praxis
   EnEV 2004 Praxis
   · SUCHEN 
 ·
KURZINFO
 
·
PRAXIS-DIALOG
 · VERORDNUNG
   WISSEN+PRAXIS
   KALENDER
   SOFTWARE
   DIENSTLEISTER
.
   SERVICE+DIALOG
   PRAXIS-HILFEN
   ENEV-NEWSLETTER
   PREMIUM-NEWS
   MEDIEN-SERVICE
   KONTAKT | PORTAL
   IMPRESSUM

   Merkblatt: Energie-Nachweis für Gebäude 
   INFO-Paket EnEV

.
Aspekte: EnEV, Kommentar, Praxis, Neubau, Wohnungsbau, Anlagentechnik, Heizung, EnEV-Berechnungen, Beratung, voraussichtlicher Heizenergieverbrauch

Problem: Bauherren interessiert der voraussichtliche Heizenergieverbrauch. Bereits in der Planungsphase fragen sie nach, wie viel Heizöl, bzw. Gas man im geplanten Neubau verbrauchen wird. Bei dieser Frage ist dem Architekten / Energieberater bewusst, dass ein entsprechender Wert lediglich einen groben Anhaltspunkt darstellen kann. Der reale Heizenergieverbrauch wird von den individuellen klimatischen Verhältnissen, Windverhältnissen, Verschattung, Heiz-, Lüftungs- und Lebensgewohnheiten der Bewohner abhängen. Auch sollte man als Fachmann und Berater eine derartige Aussage auch aus Haftungsgründen nie verbindlich äußern.

Praxis: Der Fragesteller ist Architekt und Energieberater. Seine Auftraggeber, bzw. Bauherrn fragen immer häufiger nach wie hoch der voraussichtliche Öl- oder Gasverbrauch pro Jahr für einen geplanten Neubau sein wird. Wenn er den Jahresbedarf für Heizung und Trinkwassererwärmung ohne Hilfsenergie Strom aus dem Ergebnisreport des EnEV-Nachweises addiert und ihn anschließend durch den Primärenergiefaktor 1,1 für Öl/Gas dividiert erhält er als Berechnungsergebnis den „theoretischen“ Heizenergiebedarf in Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a).

Frage: Wie kann man vom berechneten Heizenergiebedarf den voraussichtlichen Öl-/Gasverbrauch des Hauses pro Jahr abschätzen?

ANTWORT:  Die Energiebilanzierung nach dem Rechenverfahren der Energieeinsparverordnung (EnEV) stellt keine Gebäudesimulation dar, sondern ein standardisiertes Rechenverfahren im Rahmen eines öffentlich-rechtlichen Nachweises.
Dies bedeutet, dass zahlreiche Vereinfachungen im Rechenverfahren enthalten sind, um den Berechnungsaufwand in Grenzen zu halten. Zudem ist das Berechnungsverfahren auf ein durchschnittliches Nutzerverhalten, eine durchschnittliche Bewohnerdichte pro Quadratmeter (m²) Nutzfläche sowie ein durchschnittliches Klima normiert.
Von daher wird der errechnete, theoretische Endenergiebedarf grundsätzlich vom zukünftigen realen Endenergieverbrauch abweichen; eine Übereinstimmung wäre Zufall.
Trotzdem kann für eine Grobeinschätzung des zu erwartenden Endenergieverbrauchs der errechnete EnEV-Wert des Endenergiebedarfs verwandt werden. Hierfür sind so viele Normierungen wie möglich auf den konkreten Standort bzw. die zukünftigen Bewohner umzurechnen. Insbesondere die Anpassung an den klimatischen Standort spielt eine große Rolle.
Zahlreiche Berechnungsprogramme haben diese Möglichkeit im Rechentool integriert.

Autor: Michael Brieden-Segler, Geschäftsführer e&u energiebüro gmbh, Bielefeld

pdf Abschätzung voraussichtlicher Heizöl- und Gasverbrauch bei Neubau  (Stand: 26.06.2006, pdf-Format, 3 Seiten)

             Professionelle Praxishilfen download und bestellen


SUCHEN  KURZINFO  |  PRAXIS  |  VERORDNUNG  |  AUSLEGUNGEN  |


Wichtige rechtliche Hinweise

 

       Impressum

© 1999-2008 | Melita Tuschinski, Dipl.-Ing.UT., Freie Architektin, Stuttgart